Direktantwort: Drucker-Miete buchst du auf Konto 4630 (SKR03) bzw. 6815 (SKR04) als „Miet- und Pachtaufwand für bewegliche Wirtschaftsgüter". Die 19 % Vorsteuer kommt auf 1576 (SKR03) bzw. 1406 (SKR04). Gegenkonto ist die Bank. Toner buchst du separat auf 4985 / 6850. Belegtyp in DATEV/sevDesk/lexoffice ist „Mietrechnung" oder „Sonstige Aufwendungen".
⚠️ Keine Steuerberatung -- Hilfestellung für die Buchhaltung. Bei Sonderkonstellationen frag deinen Steuerberater oder die Hotline deines Buchhaltungstools.
Der Standard-Buchungssatz
Die monatliche Drucker-Miete von FPS landet in deiner Gewinn- und Verlust-Rechnung als laufender Aufwand. Anders als beim Kauf gibt es kein Anlagevermögen, keine Abschreibung über drei Jahre, kein GWG-Spiel. Du buchst sofort und voll.
SKR03 (häufig im Handwerk und Mittelstand)
4630 Miet- und Pachtaufwand bewegl. WG 9,99 € an
1200 Bank 11,89 €
1576 Abziehbare Vorsteuer 19 % 1,90 €
SKR04 (häufig in Freiberufler- und GmbH-Kanzleien)
6815 Miet- und Pachtaufwand bewegl. WG 9,99 € an
1800 Bank 11,89 €
1406 Abziehbare Vorsteuer 19 % 1,90 €
Bei Kleinunternehmern nach § 19 UStG fällt der Vorsteuer-Posten weg -- du buchst den Bruttobetrag direkt auf Konto 4630/6815. Details dazu im Vorsteuer-Artikel für Kleinunternehmer.
Toner separat auf das Verbrauchsmaterial-Konto
FPS-Toner kommt nicht im Mietpreis -- du bestellst nach Bedarf nach (zu –20 % auf den Idealo-Preis bei Top-Qualität). In der Buchhaltung gehört das auf ein eigenes Konto:
| SKR03 | SKR04 | Bezeichnung |
|---|---|---|
| 4985 | 6850 | Werkzeuge und Kleingeräte / Verbrauchsmaterial |
So liest du in der BWA zwei sauber getrennte Posten: „Drucker-Miete" als fixe Monatslast und „Toner-Verbrauch" als variable Verbrauchskost. Hilft dir beim Berechnen der echten Druckkosten pro Seite und macht bei Steuerprüfungen einen aufgeräumten Eindruck.
Tool-für-Tool-Anleitung
DATEV Unternehmen online / DATEV Mittelstand
- Beleg per Drag-and-Drop oder Mail-Upload ins Belegarchiv ziehen.
- Buchungssatz vorschlagen lassen -- DATEV erkennt FPS-Rechnungen automatisch über USt-IdNr.
- Konto auf 4630 (oder 6815 bei SKR04) setzen, Steuerschlüssel 9 (19 % Vorsteuer).
- Buchungstext: „Drucker-Miete FPS, Vertrag #X, Monat MM/YYYY".
- Freigeben und ins Hauptbuch übernehmen.
Bei DATEV ZUGFeRD-Belegen (E-Rechnungen) erkennt das System Betrag, Steuersatz und Lieferantendaten direkt aus der XML -- du musst nur noch das Konto bestätigen.
sevDesk
- Rechnung als PDF oder ZUGFeRD-XML in „Belege → Eingangsrechnungen" hochladen.
- Im Beleg-Editor unter „Buchungskategorie" → Miete und Leasing für bewegliche Wirtschaftsgüter wählen (sevDesk mappt das automatisch auf 4630/6815).
- Vorsteuer 19 % wird automatisch erkannt -- bei Kleinunternehmern weglassen.
- Bezahlt-Status setzen, sobald die Lastschrift auf dem Kontoauszug erscheint.
lexoffice
- Eingangsrechnung über „Belege → Rechnungen erfassen" anlegen oder per E-Mail an deine lexoffice-Mailbox weiterleiten.
- Kategorie: Miete für bewegliche Sachen (4630/6815).
- Umsatzsteuer 19 % automatisch.
- Bei einem Dauer-Lieferanten lohnt sich, das Konto für FPS als Standard zu speichern -- spart bei jeder Monatsrechnung 30 Sekunden.
Buchhaltungsbutler
- Beleg hochladen, OCR liest Daten aus.
- Vorschlag prüfen: Konto 4630, Steuersatz VST 19 %, Bank gegenkontiert.
- Regel anlegen: „Wenn Lieferant = Fair Print Solutions → immer Konto 4630 + VST 19 %" -- danach läuft jede Folgemonatsrechnung automatisch durch.
E-Rechnung (ZUGFeRD / XRechnung) seit 2025
Seit dem 1. Januar 2025 sind im B2B-Bereich strukturierte E-Rechnungen Pflicht (Wachstumschancengesetz). FPS-Rechnungen kommen wahlweise als ZUGFeRD-PDF/A-3 oder XRechnung -- beide enthalten eine eingebettete XML mit allen Beleg-Daten.
Praktische Auswirkung: Du brauchst die Beträge nicht mehr abtippen oder per OCR scannen. DATEV, sevDesk, lexoffice und Buchhaltungsbutler lesen die XML direkt aus und füllen den Buchungssatz automatisch. Spart pro Beleg ca. 1–2 Minuten und vermeidet Tippfehler.
Häufige Fehler beim Buchen
| Fehler | Konsequenz | So vermeidest du's |
|---|---|---|
| Miete auf Anlagevermögen buchen | Bilanzfehler, falsche AfA | Nie auf 0210/0300 SKR03 -- immer 4630 |
| Vorsteuer vergessen als Kleinunternehmer | Falsche USt-Voranmeldung | §19-Status im Tool hinterlegen |
| Toner-Versand auf Miete-Konto | Aufwand falsch zugeordnet | Toner immer auf 4985/6850 |
| Brutto statt Netto auf Aufwandskonto | Vorsteuer geht verloren | Beleg-Editor erkennt Steuer automatisch |
| Beleg nur per E-Mail im Posteingang | Verloren bei Wechsel | Sofort in Buchhaltung importieren |
| Kein eindeutiger Buchungstext | Schwierige Prüfung Jahre später | „FPS, Vertrag #X, MM/YYYY" |
Konkrete Beispielrechnung 1 Jahr
Einzelunternehmer, regelumsatzsteuerpflichtig, Multifunktionsdrucker für 9,99 €/Monat netto.
| Position | Wert |
|---|---|
| Mietaufwand Jahr (4630/6815) | 119,88 € |
| Vorsteuer Jahr (1576/1406) | 22,78 € |
| Bank-Abfluss Jahr | 142,66 € |
| Toner-Verbrauch (geschätzt) (4985/6850) | 80–150 € |
| Gesamt Aufwand für Druckbetrieb | ca. 200–270 € / Jahr |
Bei Steuersatz 30 % spart das ca. 60–80 € Steuern -- die effektive Belastung sinkt entsprechend.
Häufig gestellte Fragen
Auf welches Konto buche ich die FPS-Versandkosten?
FPS liefert in Deutschland kostenfrei. In Österreich kann ein Versandbetrag anfallen -- buche den auf 4980 (SKR03) / 6845 (SKR04) als „Werkzeuge und Kleingeräte" oder zusammen mit dem Toner auf 4985/6850.
Was, wenn ich den Drucker mitten im Monat bekomme?
FPS rechnet anteilig ab dem Liefertermin ab. Du buchst den anteiligen Mietbetrag exakt wie sonst -- Konto und Steuerschlüssel identisch.
Wie buche ich, wenn ich von Kauf auf Miete umsteige?
Den alten Kaufdrucker hast du in der Anlagenbuchhaltung. Bei Außerbetriebnahme buchst du den Restbuchwert auf 6920 SKR03 / 4855 SKR04 („Anlagenabgang") oder verkaufst ihn (erlöswirksam). Die neue Miete startet sauber ohne Bezug zum Altgerät -- getrennte Vorgänge.
Muss ich für jeden Monat einen Beleg in die Buchhaltung importieren?
Ja. Jede Monatsrechnung ist ein eigener Beleg. Bei einer Dauerregel im Buchhaltungstool dauert das ca. 30 Sekunden pro Monat. Alternative: SEPA-Lastschrift einrichten -- der Bankeinzug-Verlauf reicht als Zahlungsnachweis, du brauchst aber trotzdem die monatlichen Rechnungen als Belege.
Wir sind eine GmbH -- wo bucht der Gesellschafter-Geschäftsführer den Drucker?
Die GmbH bucht alles. Konto 4630/6815 als Aufwand, Vorsteuer 19 %, Bank gegenkontiert. Der GF-Privathaushalt hat damit nichts zu tun (außer der Drucker steht im häuslichen Arbeitszimmer des GF -- dann ggf. anteilige private Mitnutzung versteuern, siehe Homeoffice-Anteil).
Was steht am besten im Buchungstext?
Empfehlung: „Drucker-Miete FPS, Vertrag #1234, Monat 03/2026". So findest du bei jeder späteren Prüfung sofort den Beleg, den Vertrag und den Abrechnungsmonat. Schlechte Buchungstexte sind das häufigste Ärgernis bei Betriebsprüfungen.
Brauche ich eine Inventarliste für gemietete Drucker?
Nein -- Mietgeräte sind nicht dein Eigentum, gehören nicht ins Anlagenverzeichnis. Du brauchst aber den Vertrag und die laufenden Rechnungen für eine Steuerprüfung. Leg sie im Lieferantenordner ab.
Zusammenhängende Artikel
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Stand Mai 2026. Konten beziehen sich auf DATEV-Standardkontenrahmen SKR03 und SKR04. Bei Abweichungen im individuellen Kontenrahmen frag deinen Steuerberater.
Tobias Ludt ist Geschäftsführer der Fair Print Solutions GmbH. Er berät kleine Unternehmen in Deutschland und Österreich beim Thema Bürodrucker mieten — seit 2019, mit echten Zahlen, ohne Marketingblabla.
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