Klimaneutral drucken im Unternehmen klingt erstmal nach Greenwashing-Broschüre. Ich versteh das. Aber mal ehrlich: Drucken verursacht tatsächlich messbare CO₂-Emissionen, und kleine Unternehmen können da mehr tun als die meisten denken. Nicht mit riesigem Aufwand. Sondern mit ein paar klaren Entscheidungen. Ich zeig dir, was wirklich zählt und was nur gut klingt.
Wo CO₂ beim Drucken wirklich entsteht
Viele Unternehmen denken bei "klimaneutral drucken" sofort ans Papier. Klar, Papier hat eine CO₂-Bilanz. Aber das ist längst nicht die ganze Geschichte.
Die Emissionen rund ums Drucken kommen aus mehreren Quellen:
- Geräteherstellung: Ein neuer Laserdrucker verursacht bei der Produktion im Schnitt 150–300 kg CO₂-Äquivalente. Das ist beachtlich.
- Stromverbrauch im Betrieb: Dauerbetrieb, Standby-Phasen, unnötige Druckjobs. Summiert sich über Jahre.
- Verbrauchsmaterialien: Toner, Trommeleinheiten, Resttonerbehälter.
- Papier: Ja, natürlich. Aber Papier aus FSC-zertifizierten Quellen ist deutlich besser als oft angenommen.
- Entsorgung: Drucker, die einfach weggeworfen werden, belasten die Umwelt erheblich.
Das Umweltbundesamt weist explizit auf die Belastung durch Elektroschrott hin: Geräte, die zu früh entsorgt werden, sind ein massives Problem. Ich sehe das bei meinen Kunden regelmäßig. Da steht ein drei Jahre alter Drucker, der noch gut funktioniert, und wird weggeschmissen, weil jemand ein Neugerät haben will. Das macht null Sinn, aus keiner Perspektive.
Was Papier wirklich kostet – und was nicht
Ein A4-Blatt aus FSC-Recyclingpapier verursacht etwa 3–5 g CO₂. Klingt wenig. Aber bei 5.000 Seiten im Monat sind das schon 15–25 kg pro Monat, nur für das Papier. Übers Jahr: bis zu 300 kg CO₂. Für ein kleines Büro.
Recyclingpapier schlägt Frischfaserpapier dabei um rund 30–50 % bei der CO₂-Bilanz. Einfachste Maßnahme überhaupt. Kostet oft nicht mal mehr.
Standby frisst Strom – leise, aber stetig
Ein durchschnittlicher Bürolaserdrucker zieht im Standby 5–15 Watt. Klingt harmlos. Bei 12 Stunden Standby täglich, 250 Arbeitstagen: das sind bis zu 45 kWh im Jahr. Nur für Standby. Mal 10 Büros in Deutschland, mal tausend Betriebe. Du siehst, wo das hinführt.
Du willst wissen, welcher Drucker zu deinem Büro passt – auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten? Meld dich bei uns — kostenlos und unverbindlich.
Energieeffizienz: Der größte Hebel bei Druckern
Wenn du ernsthaft klimaneutral drucken willst, führt kein Weg am Gerät selbst vorbei. Nicht alle Drucker sind gleich. Weit davon entfernt.
Worauf du achten solltest:
- Energy Star-Zertifizierung: Pflicht. Geräte ohne diese Zertifizierung haben keinen Platz in einem umweltbewussten Büro.
- Erster-Seite-Zeit: Drucker mit kurzer Aufwärmzeit müssen weniger lange vorheizen. Spart Strom.
- Automatischer Duplexdruck: Standard bei modernen Geräten, aber nicht überall aktiv. Halbiert den Papierverbrauch sofort.
- Seitenausbeute der Toner: Wie viele Seiten schafft ein Toner? Höhere Ausbeute = weniger Materialverbrauch pro Seite.
Konkret: Ein Kyocera-Gerät hat durch sein Langlebigkeitsprinzip eine besonders gute CO₂-Bilanz über den gesamten Lebenszyklus. Die Trommeln halten extrem lange, es fällt weniger Elektronikschrott an. Das ist kein Marketing, das ist Technik.
Welche Marken punkten bei Effizienz?
Kurz und ehrlich:
- Kyocera: Langlebige Bauweise, wenig Verschleißteile, top Effizienz
- Brother: Gute Energieeffizienzklassen, bewährte Geräte, zuverlässig
- HP: Energy Star überall, viele Modelle mit niedrigem Standby-Verbrauch
- Lexmark: Solide Effizienzwerte, gute Seitenausbeute
- Xerox: Oft unterschätzt — professionelle Geräte mit starker Effizienz bei hohem Volumen
Du findest unsere verfügbaren Modelle in der Drucker-Übersicht. Der Drucker-Finder hilft dir, das passende Gerät für dein Druckvolumen zu finden.
Was druckerchannel.de dazu sagt
Ich schau mir Testberichte gerne an, bevor ich Geräte empfehle. Druckerchannel hat das Thema Nachhaltigkeit beim Drucken ausführlich analysiert und kommt zu einem klaren Ergebnis: Der größte Hebel liegt nicht beim Papier, sondern beim Gerät selbst und dem Nutzungsverhalten. Das deckt sich genau mit dem, was ich bei meinen Kunden beobachte.
Gebrauchte Geräte: Unterschätzte Nachhaltigkeitsoption
Jetzt wird's interessant. Und hier mache ich bei FPS was, das viele nicht tun: Ich biete meinen Kunden die Wahl zwischen Neugerät und gebrauchtem Gerät.
Warum? Ganz einfach.
Ein Gerät, das bereits produziert wurde, hat seine Produktions-CO₂-Schuld schon gemacht. Wenn es weiter genutzt wird, statt im Schrottcontainer zu landen, verlängert das die Nutzungsdauer. Und das ist ökologisch besser als ein neues Gerät zu produzieren.
Letzte Woche rief einer meiner Kunden an, ein Steuerberater aus München. Er fragte, ob gebrauchte Geräte zuverlässig genug sind für den Kanzleibetrieb. Meine Antwort: Ja. Wir bereiten sie auf, prüfen sie durch, und wenn trotzdem was schiefgeht, wird es ausgetauscht. Lebenslange Garantie gilt auch für gebrauchte Geräte. Punkt.
Kunden, denen Nachhaltigkeit wichtig ist und die Kosten im Griff halten wollen, wählen oft diese Option. Ich find das gut. Das ist echtes Kreislaufdenken, kein Greenwashing.
Wie viel CO₂ spart ein gebrauchtes Gerät?
Grobe Hausnummer: Die Produktion eines Laserdruckers verursacht im Schnitt rund 200 kg CO₂. Wenn du ein gebrauchtes Gerät mietest statt ein neues zu kaufen, sparst du diesen Betrag komplett ein. Bei einer angenommenen Nutzungsdauer von 3 Jahren sind das fast 70 kg CO₂ pro Jahr, allein durch die Gerätewahl. Das entspricht etwa einer Autofahrt von Hamburg nach München und zurück.
Druckverhalten im Büro optimieren
Technik ist das eine. Verhalten ist das andere. Und das kostet nichts.
Mein Tipp aus der Praxis: Die meisten kleinen Büros drucken zu viel. Nicht weil sie müssen, sondern weil es so einfach ist. "Kurz ausdrucken" ist zur Gewohnheit geworden, auch wenn eine E-Mail es täte.
Was wirklich hilft:
- Duplex als Standard einstellen. Klingt banal, aber kaum jemand macht es. Bei 500 Seiten im Monat halbiert sich der Papierverbrauch sofort.
- Druck-Vorschau nutzen. Wie oft wird was ausgedruckt und dann sofort weggeworfen, weil Seite 2 leer war? Einmal kurz schauen spart Papier und Toner.
- Energiesparmodus aktivieren. Die meisten Drucker haben einen, aber er ist oft nicht aktiv. Einfach in den Einstellungen prüfen.
- Print-Policies einführen. Klingt groß, ist aber schnell gemacht. Einfach intern festlegen: Was wird gedruckt, was nicht. Rechnungen ja, E-Mails nein.
- Nachtabschaltung einrichten. Wenn der Drucker nach 18 Uhr automatisch in den Tiefschlaf geht, spart das über Nacht und am Wochenende viel Strom.
Ich sehe bei meinen Kunden ständig, dass allein diese fünf Punkte den Toner- und Papierverbrauch um 20–30 % senken können. Ohne einen einzigen Euro zu investieren.
Scan2Mail statt Papierpost
Für viele kleine Unternehmen ist Scan2Mail ein echter Game-Changer. Dokument einlegen, eine Taste drücken, direkt als PDF per Mail verschicken. Kein Ausdrucken, kein Faxen, kein Kuvert.
Wichtig dabei: Das muss korrekt eingerichtet sein (SMTP-Einstellungen etc.). Wenn du unsicher bist, bieten wir IT-Integration über einen externen Partner an, 49,90 € pro 30 Minuten per TeamViewer. Das klingt nach viel, aber einmal eingerichtet läuft das Ding einfach. Und du sparst Papier dauerhaft.
Mieten statt Kaufen: Was das mit Klimaschutz zu tun hat
Das überrascht manche. Aber Drucker mieten ist tatsächlich die nachhaltigere Entscheidung. Warum?
Wenn du einen Drucker kaufst, liegt die Verantwortung für Entsorgung und Austausch bei dir. Gerät kaputt nach vier Jahren? Neues kaufen. Altes irgendwie entsorgen. Oft landet es im Restmüll oder bei dubiosen Recyclingwegen.
Bei uns bleibt das Gerät unser Eigentum. Wir übernehmen die Verantwortung dafür. Bei Defekt tauschen wir aus. Rückgabe ist jederzeit möglich, und das Gerät kommt zurück in unseren Kreislauf oder wird fachgerecht entsorgt. Das ist ein Unterschied, der zählt.
Dazu kommt: Du bindest kein Kapital. Kein Neugerät, das du nach drei Jahren wegwirfst. Kein Lager mit ungenutztem Ersatzzubehör.
Wenn das Gerät bei dir fertig ist, geht es zurück. Wir schauen, was noch zu retten ist. Kreislaufwirtschaft, nicht Wegwerfkultur. Ich find das gut. Das war von Anfang an einer der Gründe, warum ich FPS 2019 gegründet hab.
Was kostet das Ganze?
Ein einfacher Laserdrucker zur Miete startet bei ab 4,99 € pro Monat, ein Multifunktionsgerät ab 9,99 € pro Monat. Lieferung kostenlos innerhalb Deutschlands, in der Regel 2–4 Tage. Keine Mindestlaufzeit. Jederzeit kündbar.
Toner kaufst du bei uns. Kein Mindestbestellwert, immer 20 % unter Idealo-Preis, Qualität top.
Vor Vertragsabschluss läuft eine Bonitätsprüfung, das ist Standard und völlig unkompliziert. Danach geht's los.
Mehr zur Frage Mieten vs. Leasen findest du auf unserer Drucker Leasen-Seite, wo ich das ausführlich erklärt habe. Und wenn du einfach mal schauen willst, was bei dir in Frage kommt: der Drucker-Finder hilft schnell weiter.
Übrigens: Für Branchen wie Kanzleien, Arztpraxen oder Steuerberater gibt es jeweils eigene Infoseiten mit spezifischen Empfehlungen. Lohnt sich zu lesen.
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Häufige Fragen
Kann ich mit einem gemieteten Drucker wirklich klimaneutral drucken?
Vollständig klimaneutral ist kein Druckbetrieb. Aber Mieten ist nachhaltig besser als Kaufen: Das Gerät bleibt im Kreislauf, wird bei Defekt ausgetauscht statt entsorgt, und du sparst die Produktions-CO₂-Emissionen eines Neugeräts. Wer ein gebrauchtes Gerät wählt, spart nochmal rund 200 kg CO₂ Produktionsemissionen ein.
Welche Drucker sind am energieeffizientesten?
Achte auf Energy Star-Zertifizierung und niedrigen Standby-Verbrauch. Kyocera-Geräte sind bekannt für lange Lebensdauer und wenige Verschleißteile. Brother und HP bieten ebenfalls starke Effizienzwerte. Welches Gerät am besten zu deinem Druckvolumen passt, zeigt unser Drucker-Finder auf fairprintsolutions.de.
Was bringt Recyclingpapier wirklich?
Konkret: Recyclingpapier verursacht 30–50 % weniger CO₂ als Frischfaserpapier. Bei 5.000 Seiten pro Monat macht das über 100 kg CO₂ pro Jahr aus. Kombiniert mit Duplexdruck halbiert sich der Papierverbrauch nochmal. Beides kostet nichts extra und ist sofort umsetzbar.
Was passiert mit dem Drucker, wenn ich den Vertrag kündige?
Das Gerät kommt zurück zu uns. Du kannst es auch defekt zurückschicken, keine Kosten. Wir entscheiden dann, ob es aufbereitet, weitervermietet oder fachgerecht recycelt wird. Das Gerät landet nicht einfach im Müll — das war uns von Anfang an wichtig.
Gibt es Drucker mit besonders langer Lebensdauer?
Ja. Kyocera setzt auf ein Langlebigkeitskonzept mit Trommeln, die deutlich länger halten als bei anderen Herstellern. Das reduziert Elektroschrott und Materialverbrauch erheblich. Auch Brother und Lexmark bieten Modelle mit hoher Seitenausbeute und langen Wartungsintervallen.
Lohnt sich Scan2Mail für kleine Büros?
Absolut. Einmal eingerichtet sparst du dauerhaft Papier, Toner und Zeit. Dokument einlegen, eine Taste drücken, fertig als PDF per Mail. Die Einrichtung übernimmt bei Bedarf ein externer IT-Partner per TeamViewer für 49,90 € pro 30 Minuten. Einmaliger Aufwand, dauerhafter Nutzen.
Tobias Ludt ist Geschäftsführer der Fair Print Solutions GmbH. Er berät kleine Unternehmen in Deutschland und Österreich beim Thema Bürodrucker mieten — seit 2019, mit echten Zahlen, ohne Marketingblabla.
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