Du willst deinen alten Drucker loswerden — und fragst dich, was das eigentlich kostet. Gute Frage. Ich sehe das bei meinen Kunden regelmäßig: Der alte Bürodrucker steht irgendwann in der Ecke, druckt nur noch sporadisch, und niemand weiß so richtig, wie man das Ding jetzt korrekt entsorgt. Einfach in den Hausmüll? Bloß nicht. Das kann richtig teuer werden. Hier findest du alle Optionen — mit echten Zahlen, ohne Blabla.
Warum Drucker nicht einfach in den Müll dürfen
Klingt banal, aber ich frag das wirklich manchmal Kunden — und die Antwort ist oft: "Ich hab ihn einfach rausgestellt." Das geht schief. Drucker gelten als Elektroaltgeräte und fallen in Deutschland unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG). Heißt: Du darfst sie nicht in den Restmüll werfen.
Warum? Drucker enthalten Schadstoffe. Schwermetalle, Kunststoffe, Kondensatoren — das gehört in den kontrollierten Recyclingkreislauf. Wer das ignoriert, riskiert ein Bußgeld. In Deutschland können das bis zu 100.000 Euro sein. Keine Panik, so extrem wird's bei einem einzelnen Bürodrucker kaum — aber das Risiko ist da, und es lohnt sich nicht.
Was zählt als Elektroaltgerät?
Alle Drucker, Multifunktionsgeräte, Kopierer, Faxgeräte. Kurz: Alles, was einen Stecker hat und druckt. Und damit bist du als Unternehmer auch in der Pflicht — nicht nur als Privatperson.
Was passiert bei falscher Entsorgung?
Im schlimmsten Fall: Bußgeld. Im besten Fall: nichts. Aber das Risiko tragen ist unnötig. Und mal abgesehen davon — es ist halt auch einfach nicht okay, Elektronikschrott irgendwo zu schmeißen. Mein Tipp: Mach's einmal richtig, dann hast du Ruhe.
Alle Optionen im Überblick: Was kostet die Entsorgung wirklich?
Hier ist die ehrliche Wahrheit: Es gibt Wege, die nichts kosten — und Wege, die richtig ins Geld gehen. Kommt drauf an, was du hast und wie du's angehst.
Option 1: Wertstoffhof / kommunale Sammelstelle (kostenlos)
Der klassische Weg für Privatpersonen. Einfach zum Wertstoffhof fahren, Drucker abgeben — fertig. Kostet nichts. Aber: Als Gewerbe ist das oft nicht so einfach. Viele Wertstoffhöfe nehmen nur Privatmengen an oder verlangen einen Nachweis. Frag vorher an. Und bedenke: Du musst den Drucker selbst hinbringen. Mit einem 20 Kilo Multifunktionsgerät ist das kein Spaß.
Option 2: Händler-Rücknahme (kostenlos bis ~15 €)
Laut ElektroG sind Händler mit einer Verkaufsfläche ab 400 m² verpflichtet, Altgeräte zurückzunehmen. Das gilt auch, wenn du dort nichts kaufst — zumindest für Geräte unter 25 cm Kantenlänge. Für größere Geräte musst du etwas Neues kaufen oder zumindest anfragen. Bei Großgeräten wie Netzwerkdruckern kann eine kleine Gebühr anfallen. Meistens ist es aber kostenlos.
Option 3: Hersteller-Rücknahme (kostenlos bis ~30 €)
Viele Hersteller bieten eigene Rücknahme-Programme an. HP hat zum Beispiel ein Planet Partners Recycling-Programm. Für kleinere Geräte oft kostenlos, für größere kann Versand anfallen. Lohnt sich zu checken, bevor du für Entsorgung zahlst.
Option 4: Entsorgungsunternehmen / Abholung (30 € bis 150 €+)
Du willst den Drucker nicht selbst schleppen und der Händler nimmt ihn nicht? Dann kommt ein Entsorgungsdienstleister. Die holen das Gerät ab — aber das hat seinen Preis. Ich hab Angebote gesehen, die bei 30 Euro anfangen und bei über 150 Euro enden, je nach Gerätegröße, Standort und Anbieter. Für einen kleinen Tischdrucker übertrieben. Für einen großen Netzwerkdrucker oder Kopierer aber oft die einzige praktische Option.
Option 5: Weiterverkauf oder Spende (0 € — du verdienst sogar)
Läuft der Drucker noch? Dann raus damit auf eBay, Kleinanzeigen oder an eine gemeinnützige Einrichtung. Ein funktionierender Bürodrucker bringt manchmal noch 20 bis 80 Euro. Defekte Geräte werden oft für Ersatzteile gekauft — auch das kann noch ein paar Euro einbringen. Lohnt einen kurzen Check.
| Option | Kosten | Aufwand | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Wertstoffhof | kostenlos | mittel (selbst hinfahren) | Privatpersonen, kleine Geräte |
| Händler-Rücknahme | kostenlos bis ~15 € | gering | Kleine bis mittlere Geräte |
| Hersteller-Rücknahme | kostenlos bis ~30 € | gering (online anmelden) | Alle Gerätetypen |
| Entsorgungsunternehmen | 30 € bis 150 €+ | gering (Abholung) | Große Geräte, Firmen |
| Weiterverkauf / Spende | 0 € (Erlös möglich) | mittel | Funktionierende Geräte |
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Toner richtig entsorgen — ein oft vergessener Punkt
Mal ehrlich: Viele denken nur an den Drucker — und vergessen den Toner komplett. Dabei ist der leere oder halb volle Toner auch Sondermüll. Nicht einfach in den Restmüll werfen.
Wie entsorge ich Toner-Kartuschen korrekt?
Die meisten Hersteller bieten kostenlose Rückgabe-Programme für Tonerkartuschen an. Einfach die Kartusche in die Originalverpackung (oder eine andere geeignete Box) legen und über das jeweilige Programm zurückschicken. Druckerchannel hat dazu eine gute Übersicht.
Auch Elektrofachhändler und manche Bürobedarfsgeschäfte nehmen leere Kartuschen zurück. Kostenlos. Das ist meistens der einfachste Weg.
Was ist mit halbvollen Tonerkartuschen?
Halb voll ist schwieriger. Nicht einfach ausschütten — Tonerpulver ist gesundheitsschädlich beim Einatmen. Sicher verpacken, nicht beschädigen, über die Hersteller-Rücknahme oder einen Entsorgungsdienstleister loswerden. Im Zweifel beim lokalen Entsorgungszentrum nachfragen.
Die clevere Alternative: Drucker mieten statt kaufen und entsorgen
Ich sag das nicht nur, weil ich Drucker vermiete. Ich sag es, weil es schlicht Sinn macht.
Letzte Woche rief einer an — Steuerberater, kleines Büro in Köln, vier Mitarbeiter. Der hatte gerade einen Kostenvoranschlag für die Entsorgung seines alten Konica-Druckers bekommen: 89 Euro Abholung plus Zertifikat. Dazu kamen noch die Anschaffungskosten für den neuen Drucker. Und er fragte mich, ob das normal sei. Ist es leider.
Wenn du einen Drucker mietest statt kaufst, hast du mit diesem ganzen Theater nichts zu tun. Kein Entsorgungsproblem. Kein Aufwand. Wenn das Gerät irgendwann defekt ist — wir tauschen es aus. Das alte Gerät kommt zurück zu uns, wir kümmern uns darum. Du kannst es sogar defekt zurückschicken. Kein Stress, keine Kosten, keine Formulare.
Was steckt im Mietmodell drin?
- Lieferung kostenlos — das Gerät kommt in der Regel in 2 bis 4 Tagen zu dir
- Lebenslange Garantie — defektes Gerät wird komplett ausgetauscht, keine Reparaturkosten
- Keine Mindestlaufzeit — jederzeit kündbar, kein Risiko
- Entsorgung am Ende inbegriffen — du gibst das Gerät einfach zurück, auch wenn es kaputt ist
- Toner bei uns — kein Mindestbestellwert, immer 20% unter Idealo-Preis, Qualität top
Ab 4,99 Euro im Monat für Drucker, ab 9,99 Euro für Multifunktionsgeräte. Kein Leasing, kein Verkauf — nur Miete. Du bindest kein Kapital. Und das Entsorgungsproblem am Ende ist einfach weg.
Für kleine Büros, Selbständige, Startups, Kanzleien und Arztpraxen ist das oft die deutlich schlauere Lösung als Kauf. Nicht weil ich das sage — sondern weil Anschaffung + Wartung + Entsorgung in der Summe fast immer teurer sind als die monatliche Miete.
Für wen lohnt sich die Miete besonders?
Kurze Faustregel: Wenn du mehr als 350 Seiten im Monat druckst und einen verlässlichen Bürodrucker brauchst — ohne Kopfschmerzen. Dann ist Miete in den meisten Fällen die bessere Wahl. Du kannst auf unserer Drucker-Finder-Seite schauen, welches Gerät zu dir passt. Oder direkt auf der Drucker-Übersichtsseite stöbern.
Checkliste: So läuft die Drucker-Entsorgung sauber ab
Okay, du hast entschieden: Der Drucker muss weg. Hier ist der Ablauf, den ich empfehle.
- Schritt 1: Daten löschen. Gerade bei Multifunktionsgeräten: Adressbücher, gespeicherte Dokumente, WLAN-Passwörter, Zugangsdaten für Scan2Mail. Werkseinstellungen zurücksetzen. Wichtig — besonders für Kanzleien, Arztpraxen, alle mit sensiblen Daten.
- Schritt 2: Toner entnehmen. Kartusche raus, sicher verpacken, separat über Hersteller-Rücknahme entsorgen.
- Schritt 3: Option prüfen. Läuft er noch? Weiterverkauf oder Spende prüfen. Defekt? Händler- oder Hersteller-Rücknahme checken.
- Schritt 4: Entsorgen. Wertstoffhof, Händler, Hersteller oder Entsorgungsdienstleister. Je nach Gerätetyp und Situation.
- Schritt 5: Nachweis sichern. Für Unternehmen empfehlenswert: Entsorgungsnachweis aufheben. Manche Dienstleister stellen ein Zertifikat aus — gut für die Buchführung und im Zweifelsfall als Beleg.
Daten löschen — wie genau?
Das ist oft der Punkt, den Leute vergessen. Ein Multifunktionsdrucker hat intern einen Speicher. Da können Kopien, gescannte Dokumente, Faxnummern drauf sein. Für eine Arztpraxis oder eine Steuerberatungskanzlei ist das relevant — Datenschutz und so. Im Handbuch des Geräts steht, wie der Reset geht. Wenn du dir nicht sicher bist, frag jemanden vom IT-Support. Bei uns ist der für Mieter buchbar — 49,90 Euro pro 30 Minuten per TeamViewer.
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Häufige Fragen
Was kostet es, einen Drucker zu entsorgen?
Das kommt auf den Weg an. Der Wertstoffhof ist oft kostenlos, Händler und Hersteller nehmen viele Geräte ebenfalls kostenlos zurück. Ein Entsorgungsunternehmen mit Abholung kostet meist zwischen 30 und 150 Euro — je nach Gerätegröße und Standort. Wer seinen Drucker mietet statt kauft, hat dieses Problem gar nicht: Rückgabe ist im Mietmodell inklusive.
Darf ich einen alten Drucker einfach in den Restmüll werfen?
Nein. Drucker gelten als Elektroaltgeräte und fallen unter das ElektroG. Sie enthalten Schadstoffe und müssen über zugelassene Stellen entsorgt werden — Wertstoffhof, Händler-Rücknahme oder Hersteller-Programme. Bei falscher Entsorgung drohen im Extremfall hohe Bußgelder.
Wie entsorge ich Tonerkartuschen korrekt?
Nicht in den Restmüll. Die meisten Hersteller bieten kostenlose Rückgabe-Programme für leere Tonerkartuschen an. Elektrofachhändler und Bürobedarfsgeschäfte nehmen sie ebenfalls oft zurück. Halbvolle Kartuschen sicher verpacken und über Hersteller-Rücknahme oder einen Entsorgungsdienstleister loswerden — Tonerpulver nicht einatmen.
Muss ich als Unternehmen Daten löschen, bevor ich einen Drucker entsorge?
Ja, unbedingt. Multifunktionsdrucker speichern intern Dokumente, Adressen und Zugangsdaten. Vor der Entsorgung Werkseinstellungen zurücksetzen. Gerade für Kanzleien, Arztpraxen und Steuerberater mit sensiblen Daten ist das datenschutzrechtlich relevant. Im Geräthandbuch steht, wie der Reset funktioniert.
Was passiert mit dem Drucker, wenn ich ihn bei Fair Print Solutions zurückgebe?
Wir kümmern uns um alles. Du kannst das Gerät sogar defekt zurückschicken — keine Kosten, kein Aufwand. Die Entsorgung oder Aufbereitung übernehmen wir. Das ist einer der größten praktischen Vorteile gegenüber dem Kauf: kein Entsorgungsproblem am Ende der Nutzungszeit.
Nimmt der Elektromarkt meinen alten Drucker kostenlos zurück?
Oft ja. Händler mit einer Verkaufsfläche ab 400 m² sind laut ElektroG zur Rücknahme verpflichtet — für kleine Geräte ohne Gegenleistung, für größere Geräte beim Kauf eines Neugeräts. Einfach vorher anrufen und nachfragen, ob dein Gerät angenommen wird. Das spart Aufwand und Kosten.
Tobias Ludt ist Geschäftsführer der Fair Print Solutions GmbH. Er berät kleine Unternehmen in Deutschland und Österreich beim Thema Bürodrucker mieten — seit 2019, mit echten Zahlen, ohne Marketingblabla.
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